Rezept: Schoko-Bananen-Pancakes – fluffig und ohne Zucker

Ein guter Sonntagsbrunch beginnt für mich mit einer warmen Pfanne, Kaffee und etwas, das nach einem gemütlichen Wochenende klingt. Diese fluffigen Schoko-Bananen-Pancakes gehören zu unseren absoluten Lieblingsgerichten, weil sie ohne Zuckerzusatz auskommen und trotzdem herrlich süß schmecken.

Bei diesem Rezept stammt die Süße ausschließlich von sehr reifen Bananen. Zusammen mit Kakao, Vanille und einem Hauch Salz entsteht ein aromatisches Frühstück, das kleinen Kindern genauso schmeckt wie Erwachsenen. Es werden weder Honig noch Zucker, Melasse oder Süßungsmittel benötigt.

Für die Pfanne brauchst du lediglich eine beschichtete Bratpfanne oder einen flachen Pfannkuchenpfanne-Teig. Der Teig ergibt je nach Größe der Portionen etwa acht kleinere Pancakes. Wer mag, darf sie natürlich auch großzügiger portionieren; die Menge lässt sich ganz nach Appetit und Zeitplan anpassen.

Der Clou für die fluffige Konsistenz liegt in den getrennten Eiern. Das Eiweiß wird steifgeschlagen und erst kurz vor dem Braten unter den Teig gefaltet. Eine kurze Ruhezeit sorgt anschließend dafür, dass die Bananen gut mit den übrigen Zutaten verschmelzen.

Die passenden Zutaten

Für eine saftige, luftige Konsistenz kommen möglichst reife Früchte und einfache Grundzutaten zum Einsatz:

  • 2 sehr reife Bananen, etwa 250 g
  • 2 mittelgroße Eier
  • 80 g Haferflockenmehl
  • 15 g Kakao ohne Zuckerzusatz
  • 1 Teelöffel Backpulver
  • 150 ml Milch oder ungesüßter Haferdrink
  • 1 Teelöffel Vanillepaste
  • 1 Prise feines Salz
  • 1 EL neutrales Öl oder Kokosöl
  • 20 g Kakaonibs nach Geschmack

Die Bananen sollten möglichst dunkle Stellen haben und beim Drücken bereits weich sein. Festere Exemplare schmecken weniger süß und hinterlassen mehr Fasern. Falls eine Banane noch etwas fest ist, kannst du sie schälen, in Scheiben schneiden und für wenige Sekunden in der Mikrowelle weich werden.

Kakao und Kakaonibs erfüllen unterschiedliche Aufgaben. Der Kakao färbt den Teig schokoladig und verleiht ihm ein kräftiges Aroma, während die Nibs für einen kleinen Knus sorgen. Auf zusätzliche Schokolade kannst du verzichten, da diese häufig Zucker enthält und der Genuss auch ohne sie wunderbar gelingt.

Bananen und Eier vorbereiten

Schäle die Bananen und gib sie in eine Schüssel. Zerdrücke sie mit einer Gabel oder einem Stabmixer, bis ein gleichmäßiges Muster entsteht. Ein paar kleine Stückchen sind perfectly okay und geben den Pancakes eine rustikale Textur. Wer es besonders glatt mag, püriert die Bananen kurz mit dem Mixer.

Trenne nun die Eier. Die beiden Dotter kommen in eine zweite Schüssel, das Eiweiß in eine saubere, trockene Schüssel. Achte darauf, dass keine Dotterreste im Eiweiß landen, sonst lässt es sich weniger gut aufschlagen. Mit einer Prise Salz beginnst du das Eiweiß mit dem Schneebesen oder elektrischen Handrührer zu schlagen.

Wenn das Eiweiß feinporig, fest und glänzend ist, hast du den idealen Zeitpunkt erreicht. Hebe es mit einem Löffel vom Schüsselrand ab: Ein kleiner Haken sollte in der Masse stehen bleiben. Leichte Schatten, die beim Umkehren sichtbar werden, zeigen, dass die Struktur ausreichend fest ist.

Einen luftigen Teig mixen

Das Haferflockenmehl, den Kakao, das Backpulver, die Vanillepaste und das Salz mischst du in einer großen Schüssel. Das trockene Backpulver sollte direkt vor dem Anrühren zum Mehl gegeben werden, damit es seine Wirkung möglichst gut entfaltet.

Die zerdrückten Bananen, das Eidotter, die Milch und den Kakao rührst du anschließend zu den trockenen Zutaten. Arbeite dabei nur so lange, bis alles grob verbunden ist. Ein kleiner Klumpen oder eine unperfekte Oberfläche nimmt dem Teig nichts, denn genau diese nodeigen Struktur sorgt für besonders zarte Pancakes.

Nun gibst du das geschlagene Eiweiß mit einem large folding spoon auf den Teig. Hebe die Unterseite vorsichtig an und falte sie über die Eiweißmasse. Wiederhole das wenige Male, bis keine weißen Klumpen mehr sichtbar sind. Das Eiweiß nicht zu lange oder zu kräftig einrühren, damit die Luftigkeit erhalten bleibt.

Pancakes goldgelb braten

Heize eine Bratpfanne bei mittlerer Temperatur auf und verteile etwas Kokosöl oder neutrales Öl dünn auf der Oberfläche. Die Pfanne sollte gut vorgeheizt sein, damit die ersten Pancakes sofort eine goldene Kruste bekommen. Zu viel Hitze verbrennt die Außenseite, während das Innere noch roh ist.

Gib eine kleine Portion Teig in die Pfanne und verteile ihn mit dem Rücken des Löffels zu einem runden, nicht zu dicken Teigfleck. Warte, bis an der Oberfläche kleine Blasen entstehen und die Ränder etwas fest werden. Das dauert je nach Pfanne ungefähr zwei bis drei Minuten.

Wende den Pancake mit einem Pfannenwender und brate die zweite Seite nochmals etwa eine bis zwei Minuten. Drücke ihn anschließend nicht fest, da sonst die schöne Struktur und die Luft im Teig verloren gehen. Fertige Pancakes im Ofen bei etwa 80 Grad Celsius warmhalten, damit sie nicht austrocknen.

Saisonale Variationen und Ausflugstipp

Für eine würzigere Variante kannst du dem Teig einen halben Teelöffel Zimt, etwas Ingwerpulver oder eine Prise Chiliflocken hinzufügen. Im Herbst passen außerdem ein paar Stücke gedämpfter Birne oder Apfel in den Teig. Die Fruchtstücke bleiben während des Bratens schön saftig und geben zusätzliche Süße.

Auch verschiedene Kakaosorten eröffnen neue Geschmacksmöglichkeiten. Ein dunkler, kräftiger Kakao betont das Schoko-Aroma, während milder Kakao besonders sanft und mild wirkt. Wer den Teig knuspriger mag, verwendet anstelle von Haferflockenmehl eine Mischung aus feinem Mehl und Haferflocken.

Für ein Picknick oder eine Übernachtung ist außerdem mein Beitrag umweltbewusst fürs Wochenende eine gute Erinnerung daran, wie sich ein leichter Proviant gut planen lässt. Pancakes lassen sich zu Hause braten und noch warm transportieren. In einer flachen, auslaufsicheren Dose bleiben sie über mehrere Stunden saftig.

Servieren, genießen und aufbewahren

Die warmen Pancakes schmecken besonders gut mit einem Löffel ungesüßtem Naturjoghurt, einer Handvoll Beeren und etwas Kakaopulver. Auch eine Schale geschnittener Bananen passt wunderbar dazu. Für ein üppigeres Frühstück kannst du die Pfannkuchen mit Nüssen, Samen oder einer Avocado servieren.

Mein Büro-Look Blazer über dem Kleid ist deshalb eine Inspiration für Tage, an denen das Frühstück erst im Büro stattfindet. Die kleinen Pancakes sind handlich, sättigend und passen gut zu einem Kaffee, ohne dass eine aufwendige Vorbereitung nötig ist.

Übrig gebliebene Pfannkuchen kommen in einer verschlossenen Dose in den Kühlschrank und bleiben dort ungefähr drei Tage frisch. Zum Aufwärmen legst du sie kurz in eine Pfanne oder Mikrowelle. Für längerfristige Vorräte eignen sich einzelne Pancakes auch zum Einfrieren. Nach dem Auftauen werden sie in der Pfanne noch einmal kurz warm gemacht.

Jetzt ausprobieren und genießen

Für mich sind gute Rezepte diejenigen, die ohne große Planung funktionieren und trotzdem besonders schmecken. Dieses Rezept gelingt mit reifen Bananen, einem simplen Teig und nur wenigen Handgriffen. Sollte der erste Pancake etwas unförmig werden, ist das kein Problem. Beim zweiten ist die Technik meistens bereits routiniert.

Die Portionsgröße darf dabei gern unterschiedlich ausfallen. Ein großer Pancake am Sonntagmorgen oder mehrere kleine am Wochenende sind beide völlig okay. Entscheidend ist, dass du dir Zeit nimmst, die Pfanne aufzuheizen und den Teig nicht zu früh wendest. Genau diese kleinen Details machen den Unterschied zwischen flach und richtig fluffig.

Mach dir am Wochenende eine warme Pfanne, bereite den Teig zu und genieße die Schoko-Bananen-Pancakes in deinem Tempo. Speichere dir das Rezept für den nächsten faulen Morgen und probiere es aus, bevor die Bananen zu weich werden.