Campingurlaub am Chiemsee – Mein plus-size-Zeltabenteuer
Es gibt Tage, an denen das Großstadtleben mit seinem Tempo und seinen Erwartungen einfach zu viel wird. Genau in solchen Momenten keimt in mir der Wunsch nach Freiheit, nach frischer Luft und nach einem Abenteuer im Kleinen. Ein Zelt, ein See, ein Lagerfeuer – mehr braucht es oft nicht, um neue Energie zu tanken. Der Entschluss, einen Campingurlaub am Chiemsee zu verbringen, fiel deshalb spontan und mit einem Lächeln.
Der Chiemsee, liebevoll auch „Bayerisches Meer" genannt, liegt eingebettet zwischen sanften Hügeln und dem imposanten Alpenpanorama. Mit seinen glitzernden Wasseroberflächen, den kleinen Buchten und den charmanten Uferorten wie Prien oder Bernau hat die Region für Naturliebhaberinnen und Genussmenschen gleichermaßen etwas zu bieten. Ich war neugierig, wie sich diese Postkartenidylle anfühlt, wenn man sie mit Zelt, Isomatte und ein paar Kilo Übergepäck im Kofferraum erlebt.
Als plus-size-Frau ist die Vorstellung, in einem schmalen Zelt zu schlafen, auf wackeligen Campingstühlen zu sitzen oder stundenlang zu wandern, nicht immer frei von Sorgen. Doch ich habe gelernt, dass die Freude an der Natur keine Konfektionsgröße kennt. Mit der richtigen Vorbereitung, bequemer Kleidung und einer Prise Humor wird aus jeder Hürde ein kleines Abenteuer, das man später mit einem breiten Grinsen erzählt.
Auf plussize-crush.com teile ich regelmäßig meine Reisen und Erlebnisse, weil ich glaube, dass Sichtbarkeit der erste Schritt zu mehr Selbstvertrauen ist. In diesem Beitrag nehme ich dich mit auf meine Zeltreise rund um den Chiemsee – mit allen Tipps, kleinen Pannen und Lieblingsmomenten, die das Campen für kurvige Frauen zu einem echten Highlight machen können.
Die Anreise und die Wahl des passenden Stellplatzes
Die Strecke von Augsburg zum Chiemsee ist ein Katzensprung und dauert mit dem Auto kaum mehr als anderthalb Stunden. Schon kurz hinter Rosenheim öffnet sich die Landschaft, die Berge rücken näher und der Blick auf das Wasser verspricht Erholung. Ich habe meine Campingausrüstung in den Kofferraum gepackt, die Playlist aufgedreht und mich auf das freie Wochenende gefreut. Wer mit Bus oder Bahn anreist, kann am Bahnhof in Prien aussteigen und sich von dort zum Campingplatz bringen lassen.
Bei der Auswahl des passenden Stellplatzes lohnt sich Recherche, denn nicht jeder Platz ist für plus-size-Camperinnen gleich gut geeignet. Ich bevorzuge naturnahe Plätze mit großzügigen Parzellen, damit das Zelt bequem steht und man sich auch draußen frei bewegen kann. Familienfreundliche Anlagen bieten oft breitere Wege und solide Sanitäranlagen, während naturbelassene Plätze mehr Ruhe versprechen. Wer es gesellig mag, wählt einen Platz in der Nähe der Gemeinschaftsküche, denn dort entstehen schnell die schönsten Urlaubsbekanntschaften.
Auf meiner Reise habe ich bei Bernau einen kleinen, familiären Platz gefunden, der mich sofort verzaubert hat. Die Stellplätze sind großzügig geschnitten, es gibt schattenspendende Bäume und einen direkten Zugang zum See. Auch bei stärkerem Wind stand mein Zelt stabil, was mir als Camping-Anfängerin ein beruhigendes Gefühl gab. Wer vorab online bucht, hat den Vorteil, sich die besten Plätze mit Seeblick zu sichern.
Zelt, Schlafsack und Ausrüstung – was wirklich zählt
Bevor ich mich auf meine erste große Campingtour wagte, habe ich stundenlang recherchiert, verglichen und bei Freundinnen nachgefragt. Die wichtigste Erkenntnis: Ein Zelt ist mehr als nur ein Stück Stoff über ein paar Stangen, es ist dein zweites Zuhause für ein paar Tage. Für kurvige Camperinnen ist es besonders wichtig, auf eine hohe Innenraumhöhe, genügend Platz für eine breitere Isomatte und ein robustes Gestänge zu achten.
| Zelttyp | Platzangebot | Aufbauzeit | Eignung |
|---|---|---|---|
| Kuppelzelt (2 Personen) | mittel | 15–25 Minuten | bedingt |
| Familienzelt (4 Personen) | großzügig | 30–45 Minuten | sehr gut |
| Geodätisches Zelt | sehr groß | 30 Minuten | hervorragend |
| Tunnelzelt | variabel | 20–35 Minuten | gut |
Neben dem Zelt lohnt sich die Investition in eine selbstaufblasende Isomatte mit ausreichender Dicke. Ich habe ein Modell mit zehn Zentimetern Höhe getestet und konnte abends selbst nach einer langen Wanderung erholsam schlafen. Auch ein Schlafsack mit Komforttemperatur um die zehn Grad Celsius ist im Alpenvorland empfehlenswert, da die Temperaturen nachts überraschend sinken können.
Ein Detail, das ich unterschätzt habe, ist der richtige Campingstuhl. Viele Standardstühle sind schmal und unbequem, wenn man eine kurvige Figur hat. Ich bin auf Modelle mit breiterer Sitzfläche, stabilen Armlehnen und einer Tragkraft von mindestens 130 Kilogramm umgestiegen. Wer den Stuhl nicht kaufen möchte, kann sich vor Ort auf vielen Campingplätzen einfache Holzstühle ausleihen, die oft geräumiger sind.
Outfits fürs Campen – Mode, die Bewegungsfreiheit schenkt
Mode und Camping schließen sich nicht aus, im Gegenteil. Gerade unterwegs darf der Look funktional, schick und ein bisschen verspielt sein, damit man sich auf Fotos genauso wohlfühlt wie auf dem Wanderweg. Ich packe für mehrtägige Trips am liebsten atmungsaktive Leggings, lockere Leinenhosen und ein paar weite T-Shirts in Erdtönen ein. Dazu kommen ein leichter Regenponcho, ein Strickpullover für kühle Abende und wasserfeste Wanderschuhe.
Für besondere Momente am Lagerfeuer oder beim Sonnenuntergang am See packe ich gerne ein fließendes Wickelkleid und ein paar auffällige Ohrringe ein. Es klingt vielleicht überraschend, aber ein schönes Outfit hebt die Stimmung und macht den Urlaub zu etwas Besonderem. Wer unsicher ist, welche Schnitte und Farben am eigenen Körper toll wirken, lässt sich von Fotoshooting-Tipps für Curvys inspirieren.
Nicht vergessen darf man eine gute Sonnencreme, eine Sonnenbrille und einen Hut oder ein Cap. Gerade am Wasser reflektiert die Sonne stark, und empfindliche Haut braucht besonderen Schutz. Ich packe immer einen leichten Schal ein, der als Sonnenschutz, Halstuch oder als stylisches Accessoire am Abend dient. So wird selbst das schlichteste Camping-Outfit zum Lieblingslook.
Aktivitäten am und um den Chiemsee
Wer am Chiemsee campen geht, hat die Qual der Wahl, wenn es um Freizeitaktivitäten geht. Ich habe mir vorgenommen, so viel wie möglich zu Fuß, mit dem Rad oder auf dem Wasser zu erleben, statt stundenlang im Auto zu sitzen. Am ersten Tag bin ich den beliebten Uferweg rund um Bernau gewandert, der auch für weniger geübte Wanderinnen gut machbar ist. Die Strecke ist flach, bietet immer wieder Bänke mit Seeblick und führt durch kleine Wälder.
Ein Highlight war der Besuch der Fraueninsel mit der Chiemsee-Schifffahrt. Schon die Überfahrt ist ein Erlebnis, weil man das Alpenpanorama noch einmal aus einer ganz anderen Perspektive sieht. Auf der Insel angekommen, lohnt sich ein Spaziergang durch das malerische Dorf, ein Besuch im Kloster und ein Stück frischer Marmelade aus der klösterlichen Manufaktur. Auch die Herreninsel mit dem prunkvollen Schloss König Ludwig II. ist einen Tagesausflug wert.
Wer es aktiver mag, kann am Chiemsee Stand-up-Paddling, Kajakfahren oder Segeln ausprobieren. Viele Campingplätze bieten in Kooperation mit lokalen Anbietern vergünstigte Kurse und Materialverleihe an. Ich habe mich auf ein großes, stabiles Board gewagt und war überrascht, wie viel Spaß es macht, gemütlich über das Wasser zu gleiten. Für kurvige Sportlerinnen eignen sich besonders breitere Boards, die mehr Stand bieten.
Kulinarik am Lagerfeuer – einfache Rezepte für Genießerinnen
Für mich gehört gutes Essen unbedingt zu einem gelungenen Campingurlaub. Ich habe deshalb schon zu Hause einige Zutaten vorbereitet, die sich auf dem Campingplatz schnell und unkompliziert zubereiten lassen. Am ersten Abend standen gegrillte Gemüsespieße mit Paprika, Zucchini und Halloumi auf dem Programm. Dazu gab es frisches Baguette und cremigen Kräuterquark.
Ein weiteres Lieblingsessen ist mein Eintreopf-One-Pot, der im Topf über dem Gaskocher oder am Lagerfeuer gelingt. Ich dünste Zwiebeln, Knoblauch und Karotten an, gebe Linsen, Tomaten und Gewürze dazu und lasse alles eine halbe Stunde köcheln. Am Ende kommt ein Schuss Kokosmilch dazu, der dem Gericht eine samtige Note verleiht. Das Rezept sättigt, wärmt und schmeckt am nächsten Tag aufgewärmt fast noch besser.
Für die süßen Stunden zwischendurch liebe ich Marshmallows am Lagerfeuer und einen Becher heiße Schokolade mit einem Schuss Baileys – natürlich nur, wenn man keinen weiten Heimweg vor sich hat. Wer es alkoholfrei mag, mixt sich aus Holundersaft, Limette und Mineralwasser eine erfrischende Limonade, die nach einem langen Tag am See wunderbar erfrischt. Ich achte beim Einkaufen auf regionale Produkte von den Märkten in Prien, das schmeckt besser und unterstützt die lokale Wirtschaft.
Selbstfürsorge, Nachhaltigkeit und kleine DIY-Helfer
Campingurlaub ist eine wunderbare Gelegenheit, um auf sich selbst zu achten und gleichzeitig die Umwelt im Blick zu behalten. Für mich gehört zur Selbstfürsorge ein kleines Morgenritual dazu, das mit einer Tasse Kaffee, ein paar Dehnübungen und einem Blick auf den See beginnt. Diese ersten Minuten am Tag sind kostbar und helfen, in den Urlaubsmodus zu finden. Abends gönne ich mir gerne eine Runde Achtsamkeit mit dem Tagebuch, in dem ich die schönsten Momente festhalte.
Beim Thema Nachhaltigkeit achte ich darauf, so wenig Müll wie möglich zu produzieren. Wiederverwendbare Behälter, ein kompostierbares Geschirrtuch und ein Set Bienenwachstücher ersetzen Alufolie und Frischhaltefolie. Mein kleiner DIY-Helfer ist ein selbstgebauter Lavendel-Sleep-Spray aus destilliertem Wasser, einem Schuss Wodka und ein paar Tropfen ätherischem Lavendelöl, der mein Zelt mit einem beruhigenden Duft füllt.
Auch das Thema Hautpflege sollte auf einer Campingtour nicht zu kurz kommen. Ich packe immer eine reichhaltige Bodylotion, einen Lippenbalsam mit hohem Lichtschutzfaktor und ein kleines Fläschchen mit Gesichtsöl ein. Besonders abends, wenn die Haut durch Sonne und Wind strapaziert ist, tut eine kurze Pflegeroutine richtig gut. Wer mag, kann selbstgemachte Kokosöl-Haarkuren ausprobieren, die strapaziertes Haar nach dem Salzwasser im See wunderbar pflegen.
Folge mir gerne auf meinem Blog und hinterlasse einen Kommentar zu deinen eigenen Camping-Erlebnissen am Chiemsee. Ich freue mich über jede Nachricht und über Frauen, die sich trauen, ihre eigenen kleinen Abenteuer zu planen. Pack dein Zelt ein und schnüre deine Wanderschuhe – das Bayerische Meer wartet schon auf dich.